Stilvoller Hausgarten, Tutzing

Einen zuverlässigen Gartengestalter zu finden, der versteht, was der Kunde will – das fanden Stephan Gallenkamp und Marion…

Einen zuverlässigen Gartengestalter zu finden, der versteht, was der Kunde will – das fanden Stephan Gallenkamp und Marion Göttert gar nicht so einfach. Das Ehepaar hatte in München ein Haus gekauft und wollte nun den Garten gestalten lassen. „Wir hatten schon zwei Landschaftsplaner im Haus. Der eine war unzuverlässig, der andere hatte keine Erfahrung“, berichtet Stephan Gallenkamp.

„Schließlich hat uns eine Freundin die Firma CusanusGärten aus Freising empfohlen, die uns auf Anhieb sympathisch war.“ Frank Köhne, einer der beiden Inhaber, hörte zu, machte Notizen und setzte viele der geäußerten Wünsche zunächst in einen Plan um. Wichtig war dem Paar von allem, einen Teil des Bestandes zu erhalten. So befindet sich beispielsweise eine 100 Jahre alte Eiche im Garten die unbedingt stehen bleiben sollte. „Uns war es wichtig, uns von der Straße abzuschotten und eine Trennung zu den Nachbargrundstücken zu haben – nicht zu dicht, aber doch deutlich.“ Weitere Wünsche waren ein bis zwei Sitzplätze sowie Blumen, Gehölze und möglichst auch Materialien wie Steine aus der Region. „Außerdem wollten wir unbedingt jemanden, der unseren Garten von Grund auf einmal vernünftig durchstrukturiert.“

Der Entwurf von Frank Köhne diente als Diskussionsgrundlage, anhand derer man sich nach und nach auch über alle Details einig wurde. „Wir wollten beispielsweise unbedingt Wasser im Garten haben, am liebsten einen Steinbrunnen“, erinnert sich Gallenkamp. „Herr Köhne hat uns dann allerdings einen Brunnen aus Edelstahl vorgeschlagen, sozusagen als leichtgewichtigen Kontrast zur Steinterrasse, der Trockenmauer und dem überdachten Freisitz, der mit seinen steinernen Säulen an einen Portikus erinnert. „Der Metallbrunnen wirkt wirklich sehr schön“, begeistert sich Gallenkamp.

Ein weiterer Vorschlag von Frank Köhne war, mit geschwungenen Beeten die Strenge von Haus und Grundstück ein wenig abzumildern. Doch auch wo es gerade Linien gibt wie beispielsweise beim Terrassenbelag wirken sie durch das Verlegemuster, das große Platten und Mosaikpflaster kombiniert, leicht und aufgelockert. Wo ursprünglich eine einzige, große Rasenfläche war, an deren Rändern verschiedene Gehölze wuchsen, sollten nun Beete entstehen. Die Terrasse wurde vergrößert und geht nun in einen Weg über, der von Beeten eingerahmt ist.

Um den Pflanzen in den Beeten einen guten Start zu ermöglichen, musste die gesamte Erde ausgetauscht und der alte Rasen abgetragen werden. „Von den Erdmassen, die bewegt wurden, waren wir doch überrascht.“ Ebenso erstaunt waren Marion Göttert und Stephan Gallenkamp, wie viel Bauschutt bei diesen Arbeiten aus dem Boden geholt wurde. Statt Rasen auszusäen wurde Rollrasen verlegt – die einzige Entscheidung, bei der Stephan Gallenkamp nicht sicher ist, ob er sei noch einmal treffen würde. „Es ist zwar sofort grün, aber ich finde, er verwurzelt sich nur schwer mit dem Untergrund.“ Gegossen wird mit dem Gartenschlauch, für den regelmäßigen Schnitt sorgt ein Robotermäher.
Was die Pflege angeht nimmt der Garten wenig Zeit in Anspruch. „Wir sind zwar beide mittlerweile Rentner, aber wir wollten nicht den ganzen Tag auf den Knien sitzen und Unkraut zupfen“, schmunzelt Gallenkamp. Jährlich im Frühjahr kommen Mitarbeiter von CusanusGärten und machen einen Pflegedurchgang. Die Pflege bis zum Winter kann das Ehepaar dann mit wenig Aufwand selbst erledigen.

Mittlerweile ist der Garten drei Jahre alt und entwickelt sich prächtig. Marion Göttert und Stephan Gallenkamp sind froh, dass sie nicht versucht haben, den Garten selbst umzumodeln. „Etwas einpflanzen kann jeder. Aber nur ein Fachmann hat den Weitblick und weiß, wie sich der Garten entwickeln wird.“